
Digitalisierungs-beauftragte:r
Digitalisierungsbeauftragte im öffentlichen Dienst treiben den digitalen Wandel voran: Sie modernisieren Abläufe, koordinieren Projekte und begleiten den Weg zur sogenannten Verwaltung 4.0 – also zu einer vernetzten, digitalen und serviceorientierten Verwaltung.

Digitalisierungs-
beauftragte:r
Digitalisierungsbeauftragte im öffentlichen Dienst treiben den digitalen Wandel voran: Sie modernisieren Abläufe, koordinieren Projekte und begleiten den Weg zur sogenannten Verwaltung 4.0 – also zu einer vernetzten, digitalen und serviceorientierten Verwaltung.
Was macht ein:e Digitalisierungsbeauftragte:r?
Digitalisierungsbeauftragte verantworten die digitale Weiterentwicklung von Behörden, Städten und Ministerien. Sie analysieren bestehende Abläufe, steuern Digitalprojekte und sorgen dafür, dass Verwaltungsleistungen effizienter, nutzerfreundlicher und zukunftsfähig werden. Dabei verbinden sie technische Lösungen mit organisatorischem Wandel – ein zentraler Baustein der Verwaltung 4.0.

Was sind typische Aufgaben dieses Berufs?
Das Aufgabengebiet ist vielseitig: Es umfasst die strategische Planung im Büro sowie die operative Begleitung vor Ort:
Büro & Planung
- Entwicklung und Umsetzung von Digitalstrategien in Behörden
- Analyse und Optimierung bestehender Verwaltungsprozesse
- Einführung und Betreuung digitaler Fachverfahren
- Projektmanagement für IT- und E-Government-Projekte
- Koordination zwischen Fachabteilungen, IT und externen Dienstleister*innen
- Schulung und Begleitung von Mitarbeitenden beim digitalen Wandel
- Sicherstellung von Datenschutz, IT-Sicherheit und Barrierefreiheit
- Kommunikation mit Bürger*innen zu digitalen Services
Wo arbeiten Digitalisierungsbeauftragte im öffentlichen Dienst?
Allgemein:
- Digitalisierungsbeauftragte sind in Verwaltung, Politik und öffentlichen Unternehmen tätig – überall dort, wo moderne IT und Serviceorientierung gefragt sind.
Im öffentlichen Dienst konkret:
- In Kommunen und Stadtverwaltungen verantworten sie die Einführung digitaler Bürgerdienste, z. B. Online-Terminvergabe, E-Akte oder Antragsportale.
- In Landes- und Bundesbehörden koordinieren sie E-Government-Projekte, gestalten Digitalstrategien und steuern Fachverfahren.
- In IT-Dienstleistungszentren und öffentlichen Betrieben arbeiten sie an Infrastrukturprojekten, Datenplattformen und Cloudlösungen.
- Auch Ministerien und Digitalisierungsinitiativen setzen auf sie, um Verwaltung, Bürger*innen und Wirtschaft besser zu vernetzen.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Beruf?
Studium:
Meist ein abgeschlossenes Studium in Verwaltungsinformatik, Wirtschaftsinformatik, Public Management, BWL, Politikwissenschaft oder vergleichbaren Fächern.
Alternativ:
Ausbildung mit IT-Bezug plus Berufserfahrung im Projektmanagement oder in der Verwaltung.
Kompetenzen:
IT-Verständnis, Kommunikationsfähigkeit, Organisationsgeschick, Innovationsfreude.
Kenntnisse:
E-Government-Gesetze (z. B. OZG), Datenschutz, IT-Sicherheit, agiles Projektmanagement sowie Vertrautheit mit föderalen Nachnutzungsmodellen wie das „Einer-für-Alle-Prinzip (EfA)“.
Tipp: Erfahrungen
Wer Erfahrung im Change-Management oder in der Nutzerzentrierung (UX) mitbringt, ist im öffentlichen Dienst besonders gefragt – digitale Projekte scheitern seltener an Technik als an Akzeptanz.
Wie läuft der Einstieg bzw. das Bewerbungsverfahren ab?
- Der Einstieg erfolgt über Stellenausschreibungen in Kommunal- und Landesverwaltungen, Ministerien oder bei öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleistern.
Gesucht werden meist Fachkräfte mit Praxiserfahrung in IT, Organisation oder Projektmanagement. - Bewerbungsprozesse umfassen in der Regel strukturierte Auswahlgespräche und Tests zu fachlicher Kompetenz und strategischem Denken.
Welche Perspektiven & Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
- Leitung von Digitalprojekten oder E-Government-Abteilungen
- Wechsel in strategische Funktionen, z. B. Chief Digital Officer (CDO)
- Spezialisierung auf Themen wie IT-Sicherheit, Datenmanagement oder Change Management
- Fortbildungen in agilen Methoden (Scrum, Kanban) oder Verwaltungsmodernisierung
- Mitarbeit an landes- und bundesweiten Digitalstrategien
