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Drei Personen mit Haarnetzen, Mund-Nasen-Masken und Schutzkleidung stehen in einer Produktionshalle; zwei blicken auf einen Laptop.

Lebensmittel-kontrolleur:in

Drei Personen mit Haarnetzen, Mund-Nasen-Masken und Schutzkleidung stehen in einer Produktionshalle; zwei blicken auf einen Laptop.
Foto: canva.com, Quality Stock Arts
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Lebensmittelkontrolleur:in

Lebensmittelkontrolleur:innen überwachen die Einhaltung von Hygiene-, Qualitäts- und Kennzeichnungsvorschriften entlang der Lebensmittelkette. Sie kontrollieren Betriebe, entnehmen Proben, prüfen Dokumentationen und greifen ein, wenn gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten werden. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Verbraucherinnen zuverlässig zu schützen. 

Was macht ein:e Lebensmittelkontrolleur:in?

Lebensmittelkontrolleur:innen überwachen als Teil der staatlichen Lebensmittelüberwachung die Einhaltung von EU- und nationalem Lebensmittelrecht. Sie führen Kontrollen durch, dokumentieren Ergebnisse und setzen rechtliche Maßnahmen durch, um Verbraucher:innen vor gesundheitlichen Risiken zu schützen.  

Person im Laborkittel und Handschuhen untersucht Gurkenscheiben in Petrischalen; Mikroskop, Pipetten und Tomate auf dem Tisch.

Was sind typische Aufgaben dieses Berufs? 

  • Kontrolle von Lebensmittelbetrieben (z. B. Gastronomie, Einzelhandel, Produktion), sowohl angekündigt als auch unangekündigt 
  • Überprüfung von Hygiene, Lagerung, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit 
  • Entnahme von Lebensmittel- und ggf. Umweltproben 
  • Dokumentation von Kontrollergebnissen und Verstößen 
  • Anordnung von Maßnahmen bei Mängeln (z. B. Auflagen, Betriebsschließungen) 
  • Zusammenarbeit mit Veterinärämtern und Fachbehörden 
  • Information von Betrieben über rechtliche Vorgaben 
  • Mitwirkung bei Verbraucherwarnungen und Rückrufen 

Wo arbeiten Lebensmittelkontrolleur:innen im öffentlichen Dienst?

Allgemein:  

  • Lebensmittelkontrolleur*innen sind überall dort tätig, wo Lebensmittel hergestellt, verarbeitet, gelagert oder verkauft werden. 

Im öffentlichen Dienst konkret:  

  • Landratsämter und Kreisverwaltungen:
 Lebensmittelüberwachung in Gastronomie, Bäckereien, Metzgereien, Supermärkten und Großküchen 
  • Kommunale Lebensmittelüberwachungsämter:
 Regel- und Anlasskontrollen, Beschwerdebearbeitung, Probenahmen 
  • Spezialisierte Fachbehörden der Länder:
 Schwerpunktkontrollen, Großbetriebe, risikoorientierte Überwachung 
  • Teils Grenzkontrollstellen (je nach Landeszuständigkeit):
 Kontrolle importierter Lebensmittel tierischer und pflanzlicher Herkunft 

Welche Voraussetzungen brauche ich für den Beruf?

Ausbildung:

In der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung im Lebensmittelbereich (z. B. Lebensmitteltechnologie, Bäckerei, Gastronomie) + eine spezielle Weiterbildung zur Lebensmittel-kontrolleur:in nach Landesrecht

Alternativ:
 

Teilweise Einstieg mit einschlägigem Studium (z. B. Lebensmitteltechnologie, Ökotrophologie) möglich

Persönliche Voraussetzungen:


Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikationsstärke

Rechtliche Kenntnisse:
 

Lebensmittelrecht (EU- und nationales Recht), Hygieneverordnungen, Verwaltungsrecht

Mobilität:

Außendiensttätigkeit, Führerschein meist erforderlich


Wie läuft der Einstieg bzw. das Bewerbungsverfahren ab? 

  1. Der Einstieg erfolgt über Stellenausschreibungen von Landkreisen, Städten oder Landesbehörden. Häufig werden Bewerber:innen eingestellt und absolvieren anschließend die berufsbegleitende Qualifizierung zur/zum Lebensmittelkontrolleur:in an staatlich anerkannten Ausbildungsstätten. 
  2. Das Auswahlverfahren umfasst in der Regel:
    • Prüfung der fachlichen Voraussetzungen 
    • Strukturierte Vorstellungsgespräche 
    • Teilweise praktische oder fachbezogene Tests 
Hände halten ein geöffnetes Portemonnaie; eine Hand greift nach Geldscheinen im Geldfach.

Wie viel verdient man als Lebensmittelkontrolleur:innen im öffentlichen Dienst?

Lebensmittelkontrolleur:innen werden meist nach TVöD oder TV-L vergütet und typischerweise in E9a bis E9b eingruppiert. Je nach Stufe liegt das Bruttogehalt etwa zwischen 3.200 und 4.400 im Monat. Mit Berufserfahrung und zusätzlichen Aufgaben sind auch höhere Stufen möglich. 

In einigen Bundesländern ist auch eine Verbeamtung vorgesehen (z. B. im mittleren oder gehobenen Dienst). 

Welche Perspektiven & Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

  • Spezialisierung auf bestimmte Kontrollbereiche (z. B. Fleischhygiene, Großküchen) 
  • Übernahme von Koordinations- oder Leitungsfunktionen 
  • Wechsel in Fach- oder Aufsichtsbehörden auf Landesebene 
  • Fortbildungen im Lebensmittel-, Hygiene- oder Verwaltungsrecht 
  • Entwicklung in Richtung Qualitätsmanagement oder Verbraucherschutz 

Tipp: Praktika und Hospitationen

Wer den Beruf kennenlernen möchte, sollte gezielt nach Praktika oder Hospitationen bei kommunalen Lebensmittelüberwachungsämtern fragen. Das verschafft realistische Einblicke in den Außendienst und die rechtlichen Anforderungen – und wird bei Bewerbungen häufig positiv bewertet.


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Veröffentlicht am 27.07.2026

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